Terminverschiebung!! Arbeitseinsatz 25. Mai. 2019 . Näheres siehe Seite Aktuelles , Unsere Schutzgebiete Gillenmoos"

Herzlich Willkommen bei der Kreisgruppe Ostallgäu / Kaufbeuren!

Am Hopfensee
Am Hopfensee

 

Hier finden Sie aktuelle Informationen zu unseren Projekten, Veranstaltungen und Beobachtungen.

Ganz im Sinne des Verbandsnamens "Landesbund für Vogelschutz-Verband für Arten- und Biotopschutz" arbeitet die Kreisgruppe Ostallgäu/Kaufbeuren. Zur Seite stehen ihr zum aktuellen Zeitpunkt die stolze Zahl von 653 Mitgliedern. Neben dem Vogel-und Fledermausschutz engagiert sich die Kreisgruppe für den Erhalt der Biodiversität in unserem wunderschönen Allgäu. Aktuelles Beispiel ist der Erwerb des wertvollen Moosgrundstückes im Eschacher Moos, bei Füssen. Die durch den Erwerb des Grundstückes erfolgte Verfügbarkeit ist eine große Hilfe für das dort geplante, und in Kürze anlaufende, Ökohydrologische Renaturierungskonzept.


Neben solchen Aktivitäten zur Förderung ähnlicher Projekte bietet die Kreisgruppe jährlich eine Vielzahl von Vogel-und Naturführungen an, plus entsprechenden Vorträgen. Dabei können die Mitglieder, und andere Interessierte, unsere heimische Flora und Fauna unter kompetenter Begleitung näher kennenlernen. Wer weiss schon, dass vor unserer Haustür z.B. 8 ! verschiedene Spechtarten, oder der seltene Schwarzstorch, usw. brüten? Oder dass sich, neben vielen anderen Überwinterern, der imposante Singschwan hier ausgesprochen wohl fühlt? Oder wer kann schon sagen, auf einer Führung mit dem LBV im Eschacher Moos habe ich den Schmetterling mit den kuriosen Namen "Brombeerzipfelfalter" gesehen?

Unser Einsatz für die Natur im Landkreis ist komplett ehrenamtlich. Wenn auch Sie sich aktiv für die Natur einsetzen wollen, finden Sie unter dem Menüpunkt "Mitmachen" eine Übersicht über unsere Aktivitäten und den jeweiligen Zeitaufwand!

 

Sollten Sie eine besondere Beobachtung im Landkreis gemacht haben und diese mit uns teilen wollen, schicken Sie gerne eine Email an lbv.oal-kf@gmx.de und wir veröffentlichen Ihren Bericht gerne auf unserer Seite.

 

 

 

 

Jahreshauptversammlung 2019

Die diesjährige JHV im Wirtshaus Stegmühle in Biessenhofen zog ca. 50 Teilnehmer zum Jahresrückblick, Kassenbericht und Ehrungen an. Die Highlights bildeten zwei Kurzfilme, eine Dokumentation Der leere Forggensee- ein Vogelparadies auf Zeit von Peter Griegel, sowie eine Vorstellung der LBV Waldwichtel von Dr. Andrea Hoffmeister.

Das Bild zeigt die 5 glücklichen Jubilare mit zusammengerechnet 100 Jahre Mitgliedschaft. Chapeau !

Colin MacKenzie

Mauersegler suchen neues Zuhause

Füssens bedeutenste Population des Mauerseglers ist in akuter Gefahr. Ist doch für ihr Zuhause, die Kirche Acht Seligkeiten, der Abriss nun verbindlich geplant. Mit der Hilfe von Pfarrer Frank Deuring ist der Landesbund für Vogelschutz nun auf der Suche nach einem Ersatz-Brutplatz. Dies ist nicht ganz einfach, reagiert doch dieser Vogel bereits auf geringe Änderungen an seinem Domizil extrem sensibel. Bereits eine Verschiebung der Anflugöffnung um 50 cm irritiert den Mauersegler gewaltig. Als Nistplatz nutzt der Vogel üblicherweise schmale Ritzen hinter Dachrinnen oder ähnlich. Bei der Suche nach solchen Ritzen an den umliegenden 4 Wohnblöcken konnte, vermutlich wegen energetischer Sanierung, keine solche Möglichkeit gefunden werden. Der LBV ist nun bemüht, an den 4 Häusern jeweils zwei 4er Brutkästen unter die Dachschräge zu montieren. Die Anton Sturm Mittelschule hat sich unter der egide von W. Bader bereit erklärt, für die Lieferung der Nistkästen im Rahmen einer Projektarbeit zu sorgen. Die Montage der Kästen ist wegen der benötigten Höhe nicht ganz einfach. Die Hilfe der Feuerwehr Füssen wäre eine große Hilfe. Die Zusage der Hauseigentümer steht noch aus. Von der Umweltbeauftragten der Diözese Augsburg, Frau Andrea Kaufmann-Fichtner, kam der Vorschlag, die Nistkästen " im Rahmen eines entsprechend aufbereiteten Sonntags-Gottesdienstes in der Kirche Zu den Acht Seligkeiten feierlich an die Pfarrei zu übergeben". Dies verbunden mit zwei kleinen Vorträgen von Peter Griegel und Frau Kaufmann Fichtner. Thema : "Bewahrung der Schöpfung". Zur Beruhigung der Anwohner der ausdrückliche Hinweis; Mauersegler sind sehr reinliche Vögel. Die Altvögel reinigen die Nester konsequent und entsorgen die Ausscheidung der Jungvögel entfernt vom Nest.

Das Gesamtprojekt wird begleitet von der AZ Füssen und TV Allgäu.

Koordinator vor Ort: Peter Griegel

 

 

Usutu-Virus in Bayern:Tödliche Gefahr für Amseln

2011 und 2012 gab es in Deutschland das erste durch das Usutu-Virus ausgelöste Massensterben unter Vögeln, vor allem Amseln. Nach einigen Jahren ohne größere Ausbrüche, tritt das Virus seit 2016 wieder vermehrt auf. Virenforscher sind der Krankheit auf der Spur. Mir wurde nun der erste Fall einer infizierten Amsel in Füssen gemeldet. Einige wichtige Fakten dazu: Infizierte Amseln erkennt man am struppigen Kleingefieder und ihren apathischen Verhalten mit zentralnervöser Störung. Der Befall ist immer tödlich. Das Virus wird von afrikanischen Stechmücken übertragen, nicht von Tier zu Tier. Die Stechmücken sind nur bei Wärme lebensfähig und können den Virus auch auf Menschen übertragen. Die Symtome beim Menschen sind Grippe ähnlich. Tot gefundene Vögel sollten möglichst zur Untersuchung eingeschickt werden an das Tropeninstitut BNI, Bernhard Nocht Str. 74, 20359 Hamburg.

Peter Griegel, 1 Sept. 2018

Meine Sorgenkinder, Füssens Mauersegler

Eigentlich sollte mich dieses Jahr der Zustand der Füssener Mauersegler-Populationen zufrieden stellen. Nach jahrelangen ganz schlechten Bruterfolgen, darunter wegen eines Kälteeinbruchs ein Jahr mit Totalausfall, passte heuer einfach alles. An den drei nennenswerten Brutstellen in Füssen ist es eine Freude, den ungewöhnlich zahlreichen Nachwuchs bei seinem akrobatischen, lautstarken Flugübungen zu beobachten. Wäre da nicht das Damoklesschwert bei Füssens bedeutenster Population an der Kirche 8-Seligkeiten. Unter dem Dach brüten auch dieses Jahr wieder min. 5 Paare, mit  phantastischem Bruterfolg. Nun ist der ersatzlose Abriss der Kirche beschlossene Sache. Ein Abbruch in der Zeit von April bis Ende Juli wäre für die Vögel der Super-Gau. Mauersegler sind mit der Akzeptanz des Nistplatzes sehr unflexibel. Der Vogel hat bereits bei einer Verschiebung des Nistplatzes von 50 cm Probleme. Bei einem Verschwinden des Nistplatzes ist die Lage katastrophal. Gefragt sind nun die Anwohner der umliegenden Anwesen. Mit deren Zustimmung sollten spezielle, leider nicht ganz billige, Brutkästen unter die Dächer montiert werden. Der LBV, und die wohnungslosen Vögel, sind für jede Art von Hilfe sehr, sehr dankbar.                                                                                                      Übrigens, es gibt keine Artverwandtschaft zwischen Mauersegler und Schwalbe. Eher schon mit dem Winzling Kolibri.

 

Peter Griegel

Tel. 08362/505051

Mail: lbv.oal-kf@gmx.de

Der Schwarzstorch in unserer Region ein gerngesehener Gast

Seit 3 Jahren hat sich auch in unserer Region ein Pärchen dieser herrlichen Vögel mit schwarzem Frack und weißer Weste angesiedelt und verzeichnet jährlich einen erfolgreichen Brutnachweis zwischen 2-3 Jungvögel. Es ist zugleich nach meiner Meinung der höchstgelegene Brutplatz des Schwarzstorches aus ganz Deutschland. Die ersten Brutnachweise des Schwarzstorches von Bayern stammen 1897 aus Amberg und Landshut. Seit 1890 fehlt jedoch der Brutnachweis in Bayern, bis der Storch erstmals wieder in der nördlichen Pfalz brütete. Erst in den letzten 50 Jahren hat sich diese Art mehr und mehr bei uns in Deutschland verbreitet und steht dennoch heute als bedrohte Art auf der Roten Liste heimischer Vogelarten!Ende März bis Mitte April kommen in der Regel die Schwarzstörche aus ihrem Winterquartier bei uns im Allgäu an. Nach herrlichen Balzflügen beziehen sie oftmals wieder ihren vorjährigen Horst. Nach der Eiablage und einer Brutdauer von 35-46 Tagen, je nach Beginn des ersten und zuletzt gelegtem Ei schlüpfen die Jungen. Sehr sorgfältig werden diese dann von beiden Gatten mit stark wasserdurchtränkter Nahrung gefüttert. Das Futter wird im Kehlsack zugetragen und auf das Nest ausgewürgt und von den Jungen selbständig aufgenommen. Nach einer Nestlingsdauer von 65-69 Tagen fliegen die jungen Störche erstmals aus und kehren aber 14 Tage lang zu den Fütterungen und zum Übernachten auf den Horst zurück. Sobald die Jungvögel nicht mehr zum Horst zurück fliegen werden sie nur noch von einem Elternteil einige Tage am Waldboden oder auf einer abgemähten Wiese gefüttert. Diese Szenerie hatte ich mit viel Glück mit meiner Kamera eingefangen. Diese Bilder mit den Bettelgesten der Jungvögel und dem Auswürgen von Futter des Altvogels gehören heute ohne Zweifel zu einer interessanten, wissenschaftlichen Dokumentation. Interessant deshalb, da sich diese Szenerie nicht am Horst, wie üblich bebildert, sondern auf einer offenen Wiesenfläche abspielt.

Sehr interessant scheint auch zu wissen, dass einer dieser Altvögel aus der Region bereits in Hessen vor sechs jahren als Nestling beringt wurde und nach dem Rückflus aus dem Winterquartier sich bei uns sicherlich sehr wohl frühlt. Schließlich gibt es in unseren Gefilden viele Seen, kleinfließende Gewässer und sumpfige Feuchtwiesen mit viel Nahrungsangebot in Form von Wasserinsekten, kleine Fische, Frösche und Molche. Laut meiner intensiven Beobachtung eines Schwarzstorch Paares und deren Jungvögel lässt sich erkennen, dass auch Fliegen, Heuschrecken und allerlei Käfer zur Nahrunsaufnahme nicht verschmäht werden.

Ende August bis Anfang September findet dann wieder der große Rückflug in Richtung Südost statt, der meist sich über den Bosporus hinzieht, wo es in der zweiten Septemberhälfte zu einer beachtlichen Massierung der Schwarzstörche kommt. Es ist ein großes Schauspiel für den Naturfreund, wenn dort an 15 Tagen 1376 Schwarzstörche auf dem Durchzug in ihr angestammtes Winterquartier fliegen.

Text und Copyriht: Richard Wismath

 

 

 

 

Einfach schöne Bilder

Liebe Leser dieser Homepage. Sicher haben auch Sie schöne Natur-oder Vogelbilder, welche Sie gern präsentieren würden. Ich warte darauf. Peter Griegel                                                                       Dazu eine große Bitte: Ich beschäftige mich seit ca. 40 Jahren mit der Beobachtung unserer heimischen Vögel. Bei all meinen Führungen bitte ich immer wieder die Teilnehmer, nicht nach Vogelnestern zu suchen. Das vorhandene Bildmaterial ist wirklich mehr als ausreichend. Die Zerstörung ist bei der Suche nach Nestern vorprogrammiert. Dass dieses Problem nicht neu ist, zeigt der Bericht von Christian Leckebusch in der Zeitschrift "Vogelschutz" in Heft 4 von 1983. Hier der Original Wortlaut:                                               Vogelfotoboom und Vogelschutz-Marginalien eines Dilettanten                                                                     Immer häufiger entpuppen sich die beliebten Abendvorträge der Vogelschutzverbände und der ornithologischen Gesellschaften als endlose, aus dem Versteck gemachte Bildserien einzelner, meist bedrohter, weil dann interessanter Vogelarten. Stammen die Aufnahmen auch noch aus fernen Ländern,-umso besser, in der Ferne ist ja alles exotischer. Meist gehören die bewunderten Spitzenfotografen selbst zu vogelschützerischenden Verbänden. Sie sind zahlende Mitglieder-auch die sind willkommen. Es hängt wohl von der Effektivität des Verbandes ab, ob diese Mitglieder mehr durch Geld nutzen oder mehr durch ihre Fotowut schaden. Selten bis nie sieht man sie jedenfalls bei den ebenfalls immer zahlreicher werdenden Arbeitseinsätzen der Verbände, die freilich mehr Muskelschmerzen als Ansehen einbringen. Sieht man bei einzelnen solcher Vortäge noch darüber hinweg und freut sich an den mitunter wirklich spitzen und gestochen scharfen Aufnahmen, so führt die kritiklose Übernahme solcher Formatfüller durch das Publikum ohne kritische Fragen,zu einem leichten Abstehen der Rückenhaare.-Zumindest bei jedem, der weiß, wie solche Aufnahmen entstanden sind, und der vielleicht gerade zusammen mit ein paar anderen darum bangt, dass wenigstens heuer, wo man den Landwirt dazu gebracht hat, die betreffende Wiese..wo der Brachvogel..nicht zu mähen und hoffentlich kommt nicht wieder so ein Fotograf und...muss das sein? Muss da nicht wenigstens der Vorsitzende die kritische Randbemerkung machen:..dass kann aber nicht jeder.."und"haben Sie auch wirklich nicht gestört?"Meistens baut schon der von jedermann anerkannte Fachvortragende,der seine Autorität durch Bemerkungen wie:Hier sehen wir den Vogel in seinem typischen Biotop"unter Beweis gestellt hat, vor, indem er seine große Tarneinrichtung, die als auffällige Huppel mitten in der Landschaft steht, zeigt und betont, man müsse aber schon vor Sonnenaufgang darin sein und dürfe sie den ganzen Tag nicht verlassen. Seine Aufnahmen scheinen ihm Recht zu geben! Warum aber zeigen sich bei den balzenden Birkhähnen, wie er selber wissenschaftlich in den Raum stellt, keine Hennen? Hat er die etwa gestört? Aber wie ehrfurchtsvoll sitzt die Zuhörerschaft nach der Aufnahmensuperlative im Saal und fragt geflissentlich nach Filmmaterial und Objektivmarke. Natur wird von diesen Möchtegernsielmanns als Selbstbedienungsladen betrachtet. Noch dazu herrscht jetzt Ausverkauf. Jeder muß noch schnell ein gutes Stück ergattern."Es geht ja eh alles z`grund".

Sumpfrohrsänger, Peter Griegel
Sumpfrohrsänger, Peter Griegel
Copyright: R.Wismath
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Kraniche bei Bidingen
Copyright L.Holl
Kraniche bei Bidingen
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Copyright: Richard Wismath
Copyright: Richard Wismath
Copyright: Richard Wismath
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Girlitz, Copyright Richard Wismath
Fichtenkreuzschnabel Männchen
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Fichtenkreuzschnabel Männchen
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Fichtenkreuzschnabel Weibchen
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Fichtenkreuzschnabel Weibchen 
Copyright P. Griegel
 
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Lieber Naturfreund! Vielen Dank für den Besuch auf unserer neuen Homepage. Als deren Gestalter bin ich auf Ihre Kritik und Hilfe angewiesen. Ich freue mich über jede Anregung, per Post oder e.Mail: lbv.oal-kf@gmx.de

Möchten Sie Ihre Freude über ein schönes Foto oder ein  besonderes Erlebnis, in unserer heimatlichen Natur, mit anderen teilen? Unsere Homepage ist dafür eine geeignete Plattform.

Ihr Peter Griegel

 

 

 

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