Vogelführung in Kleinkitzighofen
Bei herrlichem Frühlingswetter trafen sich etwa 40 vogel-und naturbegeisterte Personen und einige Familien mit Kindern zu einem munteren Spaziergang mit Lou Fischer. Es ging durch den lichten Mischwald mit viel Totholz, dann zum Weiher, entlang dem Bach und hinein in den dichteren Nadelwald. Neben Lou hatten wir unseren Allgäuer Vogelexperten Jürgen Knee und einen sehr erfahrenen Vogelkundler Michael Schulz (aus Leipzip) mit dabei. So konnten wir uns aufteilen und in 3 Gruppen die Besonderheiten und Klänge der Vogel-stimmen erklären lassen.
Neben den eher vertrauteren Klängen des Zipzalp, der Meisen, des Buchfinks oder der Gartengrasmücke wurde uns das ganz hohe Zirpen des Sommergold-hähnchens erklärt. Wir hörten auch Waldlaubsänger und dann noch eine Heckenbraunelle, die sich kurz auf ihrer Ausguckwarte zeigte, bevor sie wieder im dichten Dornengestrüpp verschwand.
Wohl als Highlight gab es dann den Pirol zu hören, der aber so versteckt in den höchsten Bäumen unterwegs war, dass wir ihn nicht zu sehen bekamen. Wie so oft bei Vogelexkursionen waren viele Vögel nur zu hören und nicht zu sehen und so gab es auch keine Foto Aufnahmen von unseren Entdeckungen.
Vogelführung an der Halblech Mündung
Wir trafen uns mit einer etwas 20 köpfigen, sehr interessierten Gruppe morgen um 8 Uhr, um zusammen mit Jürgen Knee die Vogelwelt am Halblech zu erkunden. Gleich zu Beginn kreiste die
Gebirgsstelze um unsere Köpfe, die unweit unseres Parkplatzes ihren geschützten Brutplatz hatte.
Für einige gab es die ersten Kuckucks Gesänge in diesem Jahr zu hören, andere Sänger waren auch nur zu hören, aber nicht zu sehen.
Besonderheiten wie der Flußuferläufer waren nur mit dem Spektiv gut zu erkennen. Wir hörten Sommergoldhähnchen und Wintergold-hähnchen. Wir erfuhren, daß der Freizeitdruck an der Halblech Mündung im Sommer groß ist, wenn unvernünftige Menschen weit in den Kiesbereich hinein ihr Lager aufschlagen, ohne die Schilder zu beachten, daß dort seltene Bodenbrüter ihre Nester anlegen und ihre Jungen aufziehen. Insgesamt ein sehr interessanter Vogelspaziergang mit vielen neuen Informationen und Hintergrundwissen, zum Beispiel zur Nilgans, die ist eine invasive Art, die sich in Deutschland massiv ausgebreitet hat und mittlerweile in über der Hälfte aller Jagdreviere heimisch ist. Die aus Afrika stammenden Tiere verdrängen bedrohte heimische Vogelarten. Sie vertreiben heimische Enten, Schwäne, Störche oder Graugänse und eignen sich deren Nester und Brutplätze an.
Uli Kratz
02.Mai 26

Vogelführungen im Jordanpark und in der Stadt Kaufbeuren
An 3 Terminen im April fanden Vogelführungen hier in Kaufbeuren statt. Schon morgens
um 8 Uhr fanden sich jeweils 10-12 vogelinteressierte Menschen ein, um zu hören und zu sehen und auch um unsere Vogelerfahrungen und Erlebnisse auszutauschen.
Und die Ausbeute war ganz erstaunlich - wir hörten und sahen eine große Zahl von ganz unterschiedlichen Vogelarten, darunter waren Rotkehlchen, Zilpzalp, Zaunkönig, Buchfink, Kohlmeise, Singdrossel, Wacholderdrossel, Amsel, Stare, Rabenkrähe, Hausperling, Feldsperling, Stieglitz, Buntspecht, Stockente und Graugänse.
Sowie über der Stadt noch die Turmfalken und Wanderfalken.
Bei allen Führungen konnten wir zuverlässig viele Wacholderdrosseln beobachten, die entweder unter auf der Wiese nach Würmern suchten oder in den Bäumen saßen oder auch Mitte April einen Balztanz
vollführten, indem sie in kreisenden Flügen vom Boden etwa
3 Meter hochflogen und dann wieder nach unten und über 1-2 Minuten hinweg.
Für Alle diejenigen, die regelmäßig in der Innenstadt unterwegs sind, noch ein Hinweis: Hier sind jetzt regelmäßig unsere Turmfalken und Wanderfalken am Himmel zu beobachten und vor allem zu hören. 2 Fotos sind unten eingefügt.
Uli Kratz