LBV Kreisgruppe Ostallgäu/Kaufbeuren

Hier finden Sie aktuelle Informationen zu unseren Projekten, Veranstaltungen und Beobachtungen.

 

Ganz im Sinne des Verbandsnamens "Landesbund für Vogelschutz-Verband für Arten- und Biotopschutz" arbeitet die Kreisgruppe

Ostallgäu/Kaufbeuren.

Zur Seite stehen ihr zum aktuellen Zeitpunkt die stolze Zahl von 653 Mitgliedern. Neben dem Vogel-und Fledermausschutz engagiert

sich die Kreisgruppe für den Erhalt der Biodiversität in unserem wunderschönen Allgäu. Aktuelles Beispiel ist der Erwerb des wertvollen

Moosgrundstückes im Eschacher Moos, bei Füssen. Die durch den Erwerb des Grundstückes erfolgte Verfügbarkeit ist eine große Hilfe

für das dort geplante, und in Kürze anlaufende, Ökohydrologische Renaturierungskonzept.

Neben solchen Aktivitäten zur Förderung ähnlicher Projekte bietet die Kreisgruppe jährlich eine Vielzahl von Vogel-und Naturführungen an,

plus entsprechenden Vorträgen. Dabei können die Mitglieder, und andere Interessierte, unsere heimische Flora und Fauna unter

kompetenter Begleitung näher kennenlernen. Wer weiss schon, dass vor unserer Haustür z.B. 8 ! verschiedene Spechtarten, oder der seltene

Schwarzstorch, usw. brüten? Oder dass sich, neben vielen anderen Überwinterern, der imposante Singschwan hier ausgesprochen wohl fühlt?

Oder wer kann schon sagen, auf einer Führung mit dem LBV im Eschacher Moos habe ich den Schmetterling mit den kuriosen Namen

"Brombeerzipfelfalter" gesehen?

Unser Einsatz für die Natur im Landkreis ist komplett ehrenamtlich. Wenn auch Sie sich aktiv für die Natur einsetzen wollen,

finden Sie unter dem Menüpunkt "Mitmachen" eine Übersicht über unsere Aktivitäten und den jeweiligen Zeitaufwand!

 

Sollten Sie eine besondere Beobachtung im Landkreis gemacht haben und diese mit uns teilen wollen, schicken Sie gerne
eine Email (siehe unten) und wir veröffentlichen Ihren Bericht gerne auf unserer Seite.

 

Haben wir ihr Interesse geweckt ? Dann unterstützen Sie uns durch ihre Mitgliedschaft, durch eine Spende oder bringen sie sich bei unseren Aktivitäten ein. 

 

NEU aktualisiert am 21.9.21

Beiträge vom Frühjahr 2021

NEU im Februar

 

Newsletter für unserer Mitglieder

 

Liebe Mitglieder der LBV-Kreisgruppe Ostallgäu/Kaufbeuren

 

Durch die Corona-Pandemie sind ja heuer fast alle unsere Exkursionen und Vorträge ausgefallen. Die Vorstandssitzungen finden digital statt und auch bei den Ankündigungen wollen wir weg von der analogen Form, ausgenommen die Allgäuer Zeitung.

Wir haben eine wunderbare Web-Seite (https://ostallgaeu.lbv.de). An dieser Stelle möchte ich Peter Griegel und Ulrich Kratz nochmals besonders dafür danken, dass sie diese so gut pflegen.

Anstelle des Jahresheftes wird nun zweimal im Jahr ein NEWSLETTER erscheinen. Um diesen digital versenden und damit viel Geld sparen zu können, benötigen wir die E-Mail-Adressen unserer Mitglieder und Gönner. Bitte schicken Sie uns Ihre E-Mail-Adresse an ostallgaeu@lbv.de. Selbstverständlich werden Ihre Daten nicht an Dritte weitergegeben.

Für das Jahr 2021 ist eine Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Kreisgruppe im Entstehen, die wir bald präsentieren wollen. Schauen wir mal, was in Corona-Zeiten möglich sein wird.

Trotz Einschränkungen sind einige seltene Vogelarten im Ostallgäu beobachtet worden. An den Baggerseen und Stauseen tauchen immer wieder Überraschungsgäste auf – wenn man genau hinschaut. Laut Ornitho.de wurden u.a. folgende Arten gemeldet, teilweise mit Bildern: Blaukehlchen, Maskenschafstelze, Thunbergschafstelze, Bergente, Ringschnabelente, Sichelente, Thorshühnchen, Pfuhlschnepfe, Regenbrachvogel, Seidenreiher, Stelzenläufer, Brandseeschwalben, Weißbart-Seeschwalben, Sumpfohreule und den vielfotografierten Sichler.

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Herbert Gottstein

 

1. Vorsitzender

Exot im Ostallgäu, der Braune Sichler

Resigniert hatte ich mich damit abgefunden, dass ich dieses Jahr wegen Corona in der Kreisgruppe Ostallgäu keine einzige Vogelführung ausrichten konnte. Neugierig gemacht durch die Meldungen anderer Vogelbeobachter auf Ornitho.de machte ich mich mit Null Hoffnung auf den Weg Richtung Jengen. Nach ewig langer Sucherei in dem bekannten Hotspot und dem Aufziehen einer Nebelwand wollte ich enttäuscht mein Equipment wieder einpacken, entdeckte ihn aber plötzlich inmitten hunderter Graugänse. Es gelangen mir gerade noch ein paar wenige Bilder, da war er wie ein Spuk im Nebel verschwunden.

Nun war ich mutig und lud nach einer Woche Pause Vogelfreunde zu einer Privatführung ein. Etwas leichtsinnig mit dem Thema "Brauner Sichler". Und wieder hatte ich Glück. Ohne lange Suche konnten wir ihn wieder inmitten der Graugänse bewundern. Dem zufällig anwesenden "Orni" W. Jennert gelang das beigefügte Bild des Sichlers.

Ein paar kurze Worte zum Sichler: Dass sich dieser mit dem Heiligen Ibis verwandte Vogel zu uns verirrt, ist extrem selten. Sein Brutgebiet liegt in Süd-Ost Europa. Der Braune Sichler gehört den Familien der Ibisse und Löffler an. Er geht aber mit seiner Verwandtschaft, den Löfflern, überhaupt nicht familiär um. Benötigt er ein Nest, treibt er oft die jungen Löffler ohne Rücksicht auf Verluste mit seinem spitzen Schnabel aus dem Nest. Dass die jungen Löffler diese Nestbesetzung meist mit dem Leben bezahlen, scheint den Sichler nicht zu beeindrucken. Sehenswert ist die Gefiederverfärbung in der Brutzeit. Verfärbt sich doch das Rückengefieder in das komplette Spektrum des Regenbogens. Ein wahres Prachtkleid.

 

Peter Griegel

Die „Waldwichtel“ sind los!

 

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hat einen wichtigen Zusatz, nämlich „Verband für Arten- und Biotopschutz“. Zudem gilt das Prinzip: Man schützt nur, was man kennt. Genau da greift die Naturschutzjugend des Verbandes ein und bietet Umweltbildung für jede Altersklasse an. Schon die ganz Kleinen lernen viel von und mit der Natur. Seit 2018 treffen sich die Waldwichtel-Kinder (3 bis 8 Jahre) eigentlich jeden Freitag bei Wind und Wetter für zwei Stunden und erkunden die Welt und „ihren“ Wald. Dort kann man - ganz wie die benachbarte Biberfamilie - wunderbar aus Ästen und Stöcken Behausungen bauen.

Das Jahr 2019 endete sehr schön mit einer beeindruckenden Lichter-Stimmung im Wald. 2020 startete für die Waldwichtel mit ungewöhnlich wenig Schnee. So musste der Schnee für einen „Baby Schneemänner“ zusammengesucht und mit Eis experimentiert werden. Wie schön bricht sich das Licht durch abgebrochene, klare Eisstücke! Und wie lustig schauen unsere Schatten bei tiefstehender Sonne aus. Im Frühjahr wurden noch neue Hügel erklommen, neue Gesichter begrüßt und neue Wege begangen. Und dann? Dann kam alles anders als geplant und gewünscht. Wir verzichteten auf persönliche Treffen und stellten dafür die ein oder andere Natur-Idee in einer Chatgruppe den anderen zur Verfügung. So wurden viele Schneckenhäuser gesammelt und an Büsche zum Einwachsen gesteckt (… auch eine Art der Kunst!), Steine bemalt und Samenmischungen in durchsichtigen Tüten am Fenster herangezogen. Man ging in abgelegene Wald- und Feldstücke und holte sich ein Stück Natur nach drinnen.

Mit dem Sommer lockerten sich viele Regelungen, wir haben aber wegen den ausführlichen Auflagen bisher kein Treffen veranstaltet. Ein Waldwichtel-Treffen ist normalerweise weit weg von Sterilität und Abstand. Da macht man sich dreckig, jeder isst und teilt aus den mitgebrachten Boxen und man nimmt sich schützend, helfend, unterstützend auch mal an die Hand. Eigentlich ganz selbstverständlich. Um diesen Zauber nicht durch die notwendigen und schützenden Hygienemaßnahmen zu zerstören, warten wir lieber noch eine Weile auf das nächste Treffen.

 

 

Ansprechpartner: Dr. Andrea Hoffmeister (Biologin): 08362/9395339, andrea_hoffmeister@outlook.de https://ostallgaeu.lbv.de/

The Twelve Days of Christmas

 

“Die Zwölf Weihnachtstage” ist ein traditionelles Weihnachtslied in Form eines Kinderreims, der erstmals 1780 in einem englischen Kinderbuch veröffentlicht wurde. Hier die zweite Strophe:
On the second day of Christmas, my true love sent to me
Two turtle doves, and a partridge in a pear tree.

Das Lied zählt heute zu den bekanntesten englischsprachigen Weihnachtsliedern. (Wikipedia)

Darin kommen mehrere Vogelarten, u.a. Rebhuhn und Turteltaube vor, zwei Vogelarten, die früher in Europa weit verbreitet waren und somit oft auf dem Esstisch landeten. Inzwischen stehen beide Arten in Deutschland unter Schutz, d.h. sie genießen ganzjährige Schonzeit bei den Jägern.

Namentlich kannte ich die Turteltaube von meiner Kindheit durch das Weihnachtlied, später bildlich von der Vogelliteratur. Gesehen hatte ich keine einzige Turteltaube bis zum 23. April 2020. An diesem Abend radelte ich auf einem Feldweg vom Moos nach Apfeltrang, als ein Traktor in einen Fahrsilo einbog und futtersuchende Dohlen erschreckte, unter ihnen eine Turteltaube! Sie flog kurz auf, landete direkt neben mir, dann suchte sie das Weite. Klar, der Landwirt und sein kleiner Sohn hatten die Taube bemerkt. Ich klärte sie auf: Turteltaube, Vogel des Jahres 2020! Toller Vogel, toller Abend!

Nicht alle Europäer schätzen die Turteltaube außerhalb der Küche. Hobbyjäger in vielen südeuropäischen Ländern freuen sich auf den Herbstzug, wenn die Himmelsernte ansteht. Trotz Verbot wird laufend geballert und die erlegten Vögel eingesammelt oder eben nicht. Es geht um Spaß haben mit der Schrotflinte, nicht um Hungersnot. Seit Jahrzehnten reisen Vogelschützer von Mittel- und Nordeuropa zu den Tatorten, um den Wilderern ihr Handwerk zu legen. Wohlbemerkt, eine nicht ungefährliche Aufgabe, da Flinten und Machismos stets im Spiel sind. Wer meinte, die EU schafft diesen Unsinn ab, irrt sich. Die EU-Strategie, einen Malteser als Kommissar für Umwelt (2014-2019) zu benennen, beendet den illegalen Vogelabschuss weder auf seinen Inseln, noch woanders.

Obwohl das Mediterran-Taubenschießen in sich eine große Tragik bedeutet, spielt es nicht die entscheidende Rolle im allgemeinen Vogelschwund, egal ob Ortolan, Taube oder Rebhuhn (stehen alle irgendwo auf Speisekarten). Es sind die industrialisierten Landwirtschaftspraxen, die das Beseitigen von geeigneten Biotopen und verlässlichen Nahrungsquellen vorantreiben und damit unsere Tierwelt vernichten. Solange diesbezüglich Verneinung herrscht, leidet die Natur weiter.

 

Immer genau auf den Teller schauen!  Frohe Weihnachten!

Colin MacKenzie


PS: Bitte Weitergabe Ihrer E-Mail-Adresse nicht vergessen. Danke!

Vielen Dank für den Besuch auf unserer neuen Homepage. Als deren Gestalter sind wir auf Ihre Kritik und Hilfe angewiesen. Wir freuen uns über jede Anregung, per Post oder e.Mail.

 

Möchten Sie Ihre Freude über ein schönes Foto oder ein  besonderes Erlebnis in unserer heimatlichen Natur mit anderen teilen?
Unsere Homepage ist dafür eine geeignete Plattform.

 

Ihr Peter Griegel              und                 Uli Kratz   

lbv.oal-kf@gmx.de                                   ostallgaeu@lbv.de

Absage Jahreshauptversammlung 2020

 

Liebe Mitglieder der Kreisgruppe Ostallgäu/Kaufbeuren. 

Wegen der aktuellen Lage bzgl. Corona war es uns bisher leider nicht möglich, die fällige Jahreshauptversammlung 2020 abzuhalten. Die Vorstandschaft hat deshalb beschlossen, die Jahreshauptversammlungen 2020 und 2021, gem. Satzung, zusammen zu legen. Die Bekanntgabe des neuen Termins erfolgt fristgemäß in der Presse und der Hompage www.ostallgaeu.lbv.de.

Für die diesjährige JHV war u.a.vorgesehen, unserer langjährigen Schatzmeisterin Gertraud Pfanzelt für ihre über 33jährige Tätigkeit zu danken. Dies erfolgte nun im Rahmen einer Vorstandsitzung Ende Juni 2020.

Liebe Gertraud, nochmals vielen, vielen Dank von Deinen Vorstandskollegen. 

Liebe Freunde,

 

Leider musste der LBV nun sämtliche Veranstaltungen und Führungen bis Ende Mai 2020 absagen. Ich werde versuchen, sie unter der Rubrik "Aktuelles"mit aktuellen Beobachtungen und Meldungen auf dem Laufenden zu halten. Das vorläufige Programm ist unter TERMINE zu finden.

Sobald die momentanen Einschränkungen gelockert oder aufgehoben werden, sagen wir ihnen hier und in der Presse Bescheid wegen der Führungen und Veranstaltungen, auch werden wir uns bezüglich eines neuen Termins unserer Jahreshauptversammlung rechtzeitig melden.

                                                                                                           

Bleiben sie gesund und freuen sie sich, wie ich, auf ein baldiges Wiedersehen.

Füssen 04. April 2020.

 

Ihr Peter Griegel.

 

Für die Corona Zeiten zuhause hat der LBV hier für Familien und Kinder spannende Seiten zusammengestellt unter 

LBV-Familientipps.

 

Aktuelle News aus dem Naturschutz

lbv-news.jimdofree.com Blog Feed

Info-Hotline: Das LBV-Naturtelefon (Mo, 28 Jun 2021)
Blumenwiese (Thomas Staab) Blumenwiese (Thomas Staab) Sie haben Fragen rund um die Natur in und außerhalb Ihres Gartens? Unser LBV-Naturtelefon steht Ihnen Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr zur Verfügung unter 0 91 74 / 47 75 - 5000
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Aktuell interessant und wichtig

Leicht verwechselbar

Was unterscheidet eine Sumpfmeise von einer Weidenmeise oder einen Fitis von einen Zilpzalp? 

 

Wandel in Landwirtschaft ist unausweichlich

Noch ist es schwer, den dringend notwendigen Wandel in der EU-Landwirtschaftspolitik gegen die Agrarlobby voranzutreiben. Auch wenn nicht nur Studien den Artenschwund und die Folgen der Intensivlandwirtschaft belegen, sondern jedermann mittlerweile die Veränderungen spürt, leugnet sie weiterhin die Zusammenhänge. Ein neues Fördermodell könnte den Durchbruch bringen.

 

Bewusst konsumieren

Vielen Verbrauchern scheint der Zusammenhang kaum bewusst zu sein, dass sich unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten massiv auf die Vielfalt von Arten und Lebensräumen, insbesondere in unserer Kulturlandschaft auswirken. 

 


Welcher Vogel ist das?

Die wichtigsten Merkmale, um Vögel zu bestimmen. Meist braucht man mehrere Merkmale, um eine Art eindeutig festzulegen.

 

Die 25 häufigsten Wintervögel

Vögel am Futterhaus und im Garten sicher erkennen und richtig bestimmen. Bei uns finden Sie alle Informationen, die Sie dafür brauchen. Wir haben Ihnen die Steckbriefe und Stimmen der 25 häufigsten Wintervögel zusammengestellt.

 

Gutes Vogelfutter erkennen

Vielen Verbrauchern scheint der Zusammenhang kaum bewusst zu sein, dass sich unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten massiv auf die Vielfalt von Arten und Lebensräumen, insbesondere in unserer Kulturlandschaft auswirken. 

 


Der LBV vor Ort in Bayerns Regionen

Wir sind flächendeckend in Bayern für den Naturschutz aktiv.

 

Ansprechpartner finden

Termine des LBV