Bruterfolg eines Braunkehlchen
Paar im Außenbezirk von Füssen
von Richard Wismath
Anfang bis Mitte April kehrt das Braunkehlchen aus seinem Winterquartier vom subtropischen Afrika in sein europäisches Brutgebiet zurück.
Mit mehr als 5000 Kilometer ist das Braunkehlchen ein Lang-streckenzieher. Bei uns angekommen lebt und brütet dieser kleine Vogel gerne in blütenreichen Wiesen, Magerrasen und moorigen
Gebiete. Da diese Lebensräume drastisch schwinden, ist das Braunkehlchen stark gefährdet und so werden es von Jahr zu Jahr immer weniger. Es baut sein Nest in der Regel am Boden. Ende April bis
Anfang Juli erfolgt die Eiablage.
Einst war das Braunkehlchen eine weit verbreitete Vogelart. Heute ist es in ganz Bayern vom Aussterben bedroht. Es braucht als stark gefährdete Wiesenbrüterart unsere Hilfe beim Schutz seiner
Lebensräume.
Wegen seinem weißen Gesichtsbande über den Augen wird es auch den “ Wiesenclown“ genannt. Als ich nach Jahren endlich im Frühjahr 2024 wieder ein Pärchen dieser äußerst seltenen Wiesenbrüter in
unserer Region entdecken konnte, war die Freude für mich überaus groß. So verfolgte ich fast täglich ihr Brutverhalten, Futtersuche für die Jungen und schließlich das Selbstständig werden dieser
neuen Generation. Hoffentlich findet im nächsten Jahr das Braunkehlchen Pärchen nach ihrem Rückflug aus dem subtropischen Afrika wieder wohlbehalten „bei uns dieses für sie geeignete Biotop“.
– Ich freue mich schon sehr darauf.