Leuzistische Rabenkrähe

Für Vogelkundler gilt unsere Region als Schatztruhe insbesonders während der Zugzeiten wann seltene Vogelarten durchziehen. Auch manche Wasservögel, die sich unter den vielen Wintergästen auf den Seen mischen, locken Vogelkundler an. Aber eine weiße Krähe auf einem Stoppelfeld? Sowas kommt so gut wie nie vor. 

Dieses Individuum, erspähte ich vorigen Freitag im Vorbeifahren südlich Hörmanshofen.  Da ich keine Kamera hatte, kehrte ich am nächsten Tag zurück und hatte das Glück sie auf dem gleichen Stoppelfeld zusammen mit anderen Krähen zu fotografieren. Als ich ihr  zu nahekam, flog sie genau vor der Kamera ab. Später meldete ich meine Sichtung mit Bildern in www.ornitho.de und fragte die Experten dazu. Hier drei Meinungen:

 

„So einen Vogel habe ich auch noch nie gesehen. Das abgebildete Individuum ist ja sogar deutlich heller als eine Nebelkrähe (v.a. Steuer- und Schwungfedern). Ich gehe daher von einer Form von Leuzismus aus. Ob es eine leuzistische Rabenkrähe oder eine leuzistische Hybridkrähe ist, kann ich nicht sagen."

„Das ist sicher eine fehlfarbene Rabenkrähe. Das helle ist ja nicht grau, sondern eher weiß. Wahrscheinlich teilleuzistisch. Sehr interessanter Vogel."

 „Ja, stimme leuzistischer Rabenkrähe zu, Hybrideinfluss einer Nebelkrähe ist nicht auszuschließen."

 

Alle Bilder von Colin MacKenzie

 

Bericht: Colin MacKenzie,